Unternehmen, Geschichte und Philosophie

Geschichte - 1860-1893

Der Betrieb blühte auf, wuchs und gedieh


Nach dem Unglücksjahr 1860 ging Carl Julius Hanisch tatkräftig und mit ungebrochenem Fortschrittsglauben an den Wiederaufbau. Dabei wurde er unterstützt durch die Mitarbeit seiner Frau Wilhelmine, geb. Hering, einer Gärtnerstochter aus Laubegast bei Dresden.
Jahr für Jahr wuchs der Aufgabenbereich und der Ruf der Firma Hanisch. Zur Kultur der Blumen, der Samenzucht, der Pflege der Binderei und Dekoration gesellte sich bald die Landschaftsgärtnerei. Während dieser Zeit, von 1858 bis 1875, stand C.J. Hanisch an der Spitze des von seinem Vater gegründeten Leipziger GärtnerVereins.
Schon bald wurde die Gärtnerei in der Stadt an der Dresdner Straße zu klein. Die Bebauung des Stadtteils ließ eine Erweiterung nicht zu. Um jedoch die Entwicklung der Firma sicherzustellen, kaufte C.J. Hanisch am 1. Januar 1877 an der Zweinaundorfer Straße in AngerCrottendorf vor den Toren Leipzigs ein 60000 qm großes Ackerstück. Die vollständige Einrichtung und Bewirtschaftung der modernen Gärtnerei, die dort entstand, überließ er seinem Sohn Carl Wilhelm.

1882 verlieh König Albert von Sachsen Carl Julius Hanisch den Titel eines Hoflieferanten. Damit wurden die Ausschmückungen des königlichen Palais, die auch der Kaiser bei seinem Besuche zu loben wußte, nachdrücklich anerkannt.

Mit dem 1. Oktober 1885 und der Eröffnung des Stadtgeschäftes in der Grimmaischen Straße im Zentrum von Leipzig vollzog sich eine innere Wandlung der Firma. Damals ahnte wohl noch niemand so recht, daß der neue Zweig ein modernes Geschäft mit künstlerischer Dekoration und ständiger Vorratshaltung von vielerlei Schnittblumen und Pflanzen einmal zum Hauptstamm des ganzen Unternehmens werden sollte. Großen Einfluß auf diese positive Entwicklung hatte Elisabeth Erdmann, die spätere Frau Carl Wilhelm Hanischs. Sie leitete das neue Geschäft viele Jahrzehnte.
Die imposante Gärtnerei in AngerCrottendorf machte die alte, kleine Gründungsstätte an der Dresdner Straße schnell entbehrlich. So entschloß sich C.J. Hanisch 1886 schweren Herzens zum Verkauf.
Im Jahre 1892 legte er den Betrieb ganz in die Hände seines Sohnes. Wenig später, im März 1893, starb er an einer Lungenentzündung.