Unternehmen, Geschichte und Philosophie

Geschichte - Alfred Hanisch

Alfred Hanisch und der neue Weg nach dem 1. Weltkrieg


Seine organisatorische Begabung war ausgeprägt und sein Geschmack exzellent. Eine gründliche Ausbildung und die kreative Veranlagung der Mutter haben ihn stark beeinflußt. Seine Liebe zum Beruf war tief und er konnte seine Mitarbeiter durch Vorbild und Charme, aber auch durch Energie und Mut mitreißen, motivieren und begeistern. All das befähigte Alfred Hanisch neue Wege des Aufstiegs zu erschließen und den Betrieb aus der Nachkriegs- und Inflationszeit zu großer Blüte zu führen.

Alfred Hanisch, 1895 im Wohnhaus der Gärtnerei in Leipzig geboren, war bereits mit 16 Jahren im Geschäft der Mutter verantwortungsvoll tätig. Seine Ausbildung als Florist erhielt er in den damals sehr renommierten Häusern Johann Müller in Hannover, Spazierat in Bonn und Strahl & Faleke in Berlin.
Sie wurde durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Alfred Hanisch hatte schwere Kämpfe in Lothringen und den Vogesen zu bestehen. Von dort brachte er 1918 floristische Bräuche, u.a. den Adventsschmuck, als Neuheit mit in die Heimat zurück.
Durch seine Lehrjahre an größeren Vorbildern geschult, erkannte Alfred Hanisch nach der Übernahme der Firmenleitung am 1. Januar 1921 die nowendig gewordene Erweiterung und Modernisierung.

Die Idee, mit kleinen, ansprechenden und preiswerten Blumenarrangement weitere und bisher ausgeschlossene Abnehmerkreise zu gewinnen, brachte, trotz der schlechten Zeit den entscheidenden Erfolg. Auch das Geschäft im Hauptbahnhof entwickelte sich prächtig. Deshalb entstand 1925 ein vielfach vergrößerter Westkiosk.
Im Stammhaus an der Grimmaischen Straße war die Ausdehnungsmöglichkeit selbst nach großzügigem Umbau schon bald wieder erschöpft. Die Neueröffnung einer Filiale in der Peterstraße brachte 1928 Entlastung, bis dann 1933 das Stammhaus und ein Nachbarhaus zu einem neuzeitlichen Geschäft mit 6 Stockwerken und fast 2000 qm Nutzfläche vereinigt werden konnte.

1936 feierten rund 150 Mitarbeiter und ganz Leipzig den 100. Geburtstag des Hauses Hanisch. Glückwünsche und Anerkennung kamen aus der ganzen Welt.
Der Name Hanisch hatte nicht nur in Leipzig einen guten Klang, in ganz Deutschland bürgte er für korrekte und anspruchsvolle Leistung auch für kleinste Aufträge.
Noch heute, nach 30 Jahren Vertreibung, besuchen oftmals ehemalige Leipziger Kunden die Hanisch Geschäfte, deren Brautstrauß Hanisch damals arrangieren durfte und schwärmen von dessen Pracht und den phantasievollen Schaufenstergestaltungen.

Für die damalige Zeit war die Firma J. C. Hanisch mit ihren repräsentativen und kundenwirksamen Ausstellungen einmalig.

   

Der erste Lieferwagen der Firma J.C.Hanisch
h in der Adventszeit des Jahres 1926.

Der imposante Transporträderpark 1935 –
weder aus autofeindlicher noch umweltfreundlicher Erkenntnis, sondern zur kostengünstigen und schnellen Blumenzustellung.

Die Bilder zeigen unsere Schaufenster im Jubiläumsjahr 1936.