Unternehmen, Geschichte und Philosophie

Geschichte - Carl Wilhelm Hanisch

Carl Wilhelm Hanisch gab dem Betrieb neue Impulse


War es die Großherzigkeit und das Vertrauen des Vaters oder die weltmännische Überzeugungskraft des Sohnes?
Wir wissen heute nicht mehr, welcher Beweggrund den Ausschlag gab. Tatsache ist: Carl W. Hanisch durfte auf dem von seinem Vater 1877 erworbenen Ackerstück an der Zweinaundorfer Straße eine Gärtnerei nach eigenen Ideen und Vorstellungen errichten. Gerade erst 23 Jahre alt, machte sich der fortschrittlich Gesinnte an die Planung »seines« Werkes.
Zu Beginn der achtziger Jahre war dann sein Wunschtraum wahr geworden. Er hatte eine der modernsten und sehenswertesten Gärtnereien seiner Zeit geschaffen. Ohne reiche Erfahrungen und vielseitige Kenntnisse hätte Carl Wilhelm Hanisch diese große Aufgabe nicht erfüllen können. Doch nach alter Tradition bereitete auch er sich gründlich auf die Fortführung der Firma J.C. Hanisch in der dritten Generation vor.


    
Die neue Gärtnerei vor den Toren der Stadt war für ihre Zeit aufs modernste eingerichtet.
Eine Windpumpe versorgte alle Anlagen mit Wasser, und die Gewächshäuser wurden schon damals mit Wasserkesseln beheizt.


Seine Wanderjahre – er benutzte nichl wie Vater und Großvater »Schusters Rappen« oder die Postkutsche, sondern schon die bequeme Eisenbahn – führte ihn zuerst nach Frankreich.
Station machte er auf dieser Reise in Frankfur am Main. Dort schrieb er am 10. Juni 1872 in sein Tagebuch:
»ich stand um 6.00 Uhr auf. Nachdem ich Kaffee getrunken, besuchte ich den Palmengarten. Entré (30 Kr) Fr. 1.-. Hier sieht man die wundervollsten Teppichgruppen, ein ungeheuer großes Palmenhaus und viele Gewächshäuser. Viele Gruppen habe ich mir abgezeichnet...«

In Nancy arbeitete C. W. Hanisch bei der angesehenen und durch ihre Blumenkulturen berühmten Firma Louis Roempler.
Ein Jahr darauf ging er nach Belgien zur Firma van Houtte in Gent.
Und von 1874 bis 1875 sammelte er dann Erfahrungen bei E. G. Henderson & Son in London.
Nachdem er seinen Militärdienst absolviert hatte, trat C. W Hanisch Ostern 1876 in die Firma des Vaters ein.