Unternehmen, Geschichte und Philosophie

Geschichte - Gründung 1836

Die Erste Generation: Firmengründer Johann Christian Hanisch

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Der Gründer und Namensgeber unserer Firma Johann Christian Hanisch

Der Firmengründer Johann Christian Hanisch wurde am 1. August 1793 als Sohn des "Bürgers und Eigentum-Gärtners" Johann Christian Hanisch in Wittenberg geboren. Das auch er den Beruf des Gärtners erlernte, wie schon viele seiner Vorfahren, war nicht nur üblich in der damaligen Zeit, sondern war schon lange Tradition in unserer Familie.

Der erste dokumentierte Hanisch-Gärtner geht auf das Jahr 1706 zurück, als dieser in der Gärtnerei des Reichsgrafen Johann Albrecht von Barfuß in Cossenburg seine Gärtnerlehre begann. Dies bedeutet für uns heute eine mittlerweile 300-jährige Familientradition in der Grünen Branche.

Unser Firmengründer absolvierte vom 1. März 1808 bis 1. März 1811 seine Ausbildung sehr erfolgreich in der Schlossgärtnerei des Königs August I. von Sachsen in Pretzsch an der Elbe. Die anschließenden "Reifejahre" zogen ihn in die Großstadt, in das damals schon wirtschaftlich aufstrebende und kulturell aktive Leipzig.

Sein erstes Jahr in Leipzig verbrachte Johann Christian Hanisch als angestellter Gärtner in dem prachtvollen Löhr’schen Garten, einer der berühmten parkähnlichen Gartenanlagen des Leipziger Bürgertums, der bereits 1770 angelegt worden war.

1812 wechselte er in eine selbstständige Stellung als Gärtner auf dem Gut des Kaufmanns Johann Caspar Lampe auf der Milchinsel, wo er seine Erfahrungen nicht nur in den Bereichen der Blumenzucht und des Gemüsebaus erweitern konnte, sondern auch in der Landwirtschaft und der Viehzucht neue Aufgabengebiete kennen lernte.

Schon nach zwei Jahren wurde er aufgrund seiner guten Leistungen und seiner treuen Dienste für die Familie Lampe, besonders auch während der Völkerschlacht, als er diese aus großer Gefahr rettete, zum Obstgärtner befördert. Im gleichen Jahr heiratete er auch seine Geliebte Johanna Rosine Gebhardt.

Gemeinsam übernahmen sie die schwere und verantwortungsvolle Leitung des gesamten Gutes, von dem Anbau der Blumen, Pflanzen und des Gemüses über die Pflege des Viehs und der Anlagen bis zu Vermarktung der eigenen Produkte.

Obwohl Johan Christian Hanisch seine Arbeit und seinen Arbeitgeber sehr schätzte und weitestgehend selbstständig arbeitete, fasste er nach 25 Jahren Dienst bei der Familie Lampe des weit reichenden Entschluss seinen Posten aufzugeben und seine eigene Kunst- und Handelsgärtnerei aufzubauen.

Die Verantwortung für seine mittlerweile neunköpfige Familie und seine Unternehmungslust trieben ihn dazu, seinen lang gehegten Wunsch, auf eigenem Grund und Boden eine Existenz zu schaffen, zu erfüllen.

Er erwarb ein großes Grundstück an der Dresdner Straße zwischen Inselstraße, Blumengasse und Kreuzstraße, und gründete am 12.12 1836, nachdem er die Bürgerrechte der Stadt Leipzig erhalten hatte, seine eigene Firma.

Gemeinsam mit seiner Familie schuf er aus der bis dahin als Ackerland genutzten Fläche eine kleine mustergültige Gärtnerei mit Gewächshäusern, Frühbeetkästen und einem ansehnlichen Wohnhaus.

Die Gründung der Firma lag in der Epoche des Biedermeier. In dieser Zeit entstand die erste Eisenbahn in Sachsen, die für den weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt sorgte. So konnten sich viele Bürger Blumenschmuck leisten, der aus den Häusern dieser Epoche nicht wegzudenken gewesen wäre. Dadurch konnten in der Kunstgärtnerei und Samen- Blumen und Pflanzenhandlung J.C. Hanisch die in der eigenen Gärtnerei gewachsenen Blumen in guter Qualität und großer Menge an die zufriedenen Kunden verkauft werden.

Besondere Hingabe zeigte Johann Christian Hanisch bei der Pflege der Formobstbäume, die die Gärtnerei durchzogen und umschlossen sowie bei der Anzucht von Kamelien.

Die exzellenten Kenntnisse und die Liebe zu Blumen und Pflanzen trugen ein Wesentliches dazu bei, dass die von ihm angebauten Kamelien nicht nur in Leipzig großen Anklang fanden, sondern bald sogar in Hamburg und Berlin nachgefragt und dorthin versandt wurden.

Ebenso aktiv war er im Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Gärtnerkollegen, so dass er im Jahr 1843 die Gründung des Leipziger Gärtner-Vereins initiierte und am 12. Dezember zu dessen Direktor gewählt wurde. Zu diesem Anlass sprach er die noch heute bekannten Worte: "Meine Herren, lassen Sie uns freundlich die Hände reichen und insgesamt wirken, und unsere Nachkommen werden uns segnen."

Als unser Firmengründer am 26. September 1857 starb, hinterließ er der nächsten Generation, seinem Sohn Carl Julius Hanisch, einen wunderschönen, in voller Blüte stehenden Betrieb.

Er schuf mit der Erfüllung seines Traumes nicht nur sein Lebenswerk, sondern den Grundstein unserer besonderen Familientradition.