Unternehmen, Geschichte und Philosophie

Geschichte - bis 1912

Eine Zeit der Glanzleistungen auf Austellungen

Im Mai 1887 fand die 1. Internationale Gartenbau-Ausstellung in Dresden statt. Sie wurde zu einem Triumph der Firma Hanisch.



Die beiden Zeichnungen die die Deutsche Gärtnerzeitung anläßlich der Ausstellung veröffentlichte, vermitteln einen Eindruck von der gärtnerischen Leistungsfähigkeit des damals 51-jährigen Unternehmens.
Die Verleihung vieler Staats- und Ehrenpreise war der verdiente Lohn.

        

Mit den Aufbau und der Leitung der neuen Großgärtnerei lenkte der junge C. W. Hanisch die Firma bald in Bahnen, die dem veränderten Geschmack der Kunden und den zeitgemäßen wirtschaftlichen Verhältnissen angemessen und für die erfolgreiche Weiterentwicklung sehr hilfreich waren.
Sehr zugute kam ihm dabei die 1872 errichtete »neuzeitliche« Pferdebahn als verkehrsfördernde Verbindung zum Stadtkern. Doch dem Gärtner aus Passion genügte es nicht, die Produktion der Gärtnerei im gut florierenden eigenen Stadtgeschäft abzusetzen. Mit besonderer Liebe und Sorgfalt kultivierte er Orchideen und Palmen, die international anerkannt waren und – vor allem im fernen St. Petersburg – reißenden Absatz fanden. Planmäßig baute er den Versandhandel und die vom Vater angeknüpften Auslandsbeziehungen durch Reisen aus.

Eine Zeit der Glanzleistungen waren dann die Beteiligungen des Hauses Hanisch an den bedeutendsten Ausstellungen der letzten Jahrzehnte des vorigen Jahrhunderts:
Die Internationale Gartenbau-Ausstellung Dresden 1887 wurde ein Triumph der Hanisch-Schau – ausgezeichnet mit Staats- und Ehrenpreisen.
Ebenso begeisterte der Beitrag der Firma auf der Chrysanthemen-Ausstellung in Leipzig 1890.
Nach vielen weiteren wertvollen Anerkennungen in den Jahren 1893, 1894 und 1897 erhielt sie auf der internationalen Gartenbauausstellung in St. Petersburg den 1. Preis.

Nach der Übernahme der Firma im Jahr 1892 wurde auch Carl Wilhelm Hanisch von König Albert von Sachsen der Titel des Hoflieferanten verliehen. Mit prunkvollen Dekorationen zur Einweihung des Reichsgerichts 1895, des neuen Rathauses 1905 und zur 500- Jahr-Feier der Universität Leipzig 1909 konnte er sich der Auszeichnung würdig erweisen.
Das Stadtgeschäft in der Grimmaischen Straße war unterdessen zum Begriff für Leipzig und Umgebung geworden. Frau Elisabeth Hanisch, geb. Erdmann, führte diesen Betrieb seit seiner Gründung 1885.
Nach dem frühen Tod ihres Mannes Carl Wilhelm Hanisch im Jahre 1912 wurde sie Inhaberin des Unternehmens.